Hugs before Drugs!

Psychotherapeutin Virginia Satir sagte einmal: “Wir brauchen 4 Umarmungen pro Tag zum Überleben. 8 Umarmungen pro Tag um uns gut zu fühlen und 12 Umarmungen pro Tag zum innerlichen Wachsen.”

Während die Zahlen in diesem Zitat nicht unbedingt wissenschaftlich bewiesen sind, stimmt eines auf jeden Fall: Umarmungen machen etwas mit uns. Umarmungen sorgen dafür, dass wir uns gut fühlen, geliebt fühlen und wir uns entspannen können. Auch unser Selbstwertgefühl und unser Immunsystem profitiert enorm davon.

Das Wissen darum kannst du in allen Lebensbereichen wunderbar einsetzen. Egal, ob du den Selbstwert deiner Kinder stärken willst oder einem trauernden Menschen Trost spenden willst. Umarmungen sind etwas besonders und stärken die Bindung zwischen uns.

Auch während der Geburt kannst du von Umarmungen und Zärtlichkeiten nur profitieren. Durch liebevolle Berührungen wird die Produktion des Hormons Oxytocin angeregt – auch bekannt als Kuschelhormon oder Geburtshormon. Dieses sorgt zum einen dafür, dass deine Geburtswellen ausgelöst und in weiterer Folge auch verstärkt werden. Die Geburt geht schneller voran, der Gebärmutterhals verkürzt sich und der Muttermund kann sich in kürzerer Zeit öffnen. Zum anderen werden durch die Ausschüttung von Oxytocin Ängste abgebaut und Stress reduziert, was dazu führt, dass deine Geburt viel weniger schmerzhaft ist, du entspannt und ruhig durch diesen Prozess gehen kannst.

Darum lass dich während der Geburt so viel herzen und kuscheln, wie es geht. Am besten ganz ohne störende Kleidung dazwischen.

Gleich nach der Geburt kann dein Baby auf deinem nackten Bauch liegen (gut eingekuschelt in eine warme Decke oder ein Handtuch), das fördert die Bindung zwischen euch – Oxytocin pur! :)  Nach der Geburt sorgt unser Kuschelhormon übrigens dafür, dass die Plazenta schneller ausgeschieden wird und der Milchfluss in Gang kommt, denn durch das Saugen deines Babys an der Brust wird ebenso Oxytocin ausgeschüttet.

Fröhliches Kuscheln wünscht dir

deine Karin